Carry Hauser (1895-1985)

 

Carry Hauser studierte an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt und an der Wiener Kunstgewerbeschule. 1914 meldete er sich begeistert als Freiwilliger zum Kriegsdienst. Bei seiner Rückkehr nach Wien bei Kriegsende hatte er sich längst zum Pazifisten gewandelt. Er lebte danach hauptsächlich in Wien, einige Jahre aber auch in Passau, wo er mit dem Maler Georg Philipp Wörlen befreundet war. Viele Werke aus dieser frühen Schaffensperiode, Zeugnisse des Kriegsschreckens, gingen jedoch in den Turbulenzen der Nachkriegszeit verloren.

Ab 1928 war Hauser Präsident des Hagenbundes. Im Ständestaat engagierte er sich in der Vaterländischen Front, ehe gegen ihn durch die Nationalsozialisten ein Berufs- und Ausstellungsverbot verhängt wurde.

1939 verließ Hauser Österreich, um einer Berufung an eine Kunstschule in Melbourne, Australien, zu folgen. Der Kriegsausbruch verhinderte jedoch seine Ausreise nach Australien und zwang ihn zu einem Aufenthalt in der Schweiz, wo ihm Erwerbsbeschränkungen auferlegt wurden. Aus diesem Grunde war er während dieser Zeit hauptsächlich literarisch tätig.

Nach seiner Rückkehr nach Wien im Jahr 1947 beteiligte sich Hauser am Aufbau des kulturellen Lebens in Österreich. Er wurde Generalsekretär des P.E.N.-Clubs und Ehrenpräsident des Neuen Hagenbundes. Als Maler genoss er in der Nachkriegszeit internationalen Ruf. Publizistisch trat er mit Artikeln über Kunst und Kunstfragen hervor. Seine Verdienste wurden durch öffentliche Aufträge und Auszeichnungen, u. a. die Goldene Medaille der Stadt Wien, sowie durch die Verleihung des Professorentitels gewürdigt.

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